Die Münchner Küche und ihre kulinarischen Schmankerl

Schmankerl

Die Münchner Küche gilt wie auch die bayerische, als sehr bodenständig mit bäuerlichem Ursprung. Charakteristisch für die bayerische Küche sind die zahlreichen Fleisch- und Bratengerichte sowie Mehlspeisen. Bereits die wittelsbacher Herzöge verfeinerten die bayerische...

Haxn

Zu den bekanntesten Spezialitäten Münchens gehören die Schweinshaxn oder Kalbshaxn. Die bayerische Schweinshaxe, in der Schweiz auch als Gnagi bekannt, ist der Teil des Schweinebeins, der sich zwischen Knie oder Ellenbogengelenk und den Fußwurzelgelenken befindet. Die...

Brotzeit

Für den Hunger zwischendurch gibt es in Bayern die Brotzeit. Eine Mahlzeit, die zur bayerischen Küche gehört wie der Salz zum Radi. Gelegenheiten für eine Brotzeit gibt es viele. Am schönsten ist eine Brotzeit wohl in einem echt bayerischen Biergarten unter schattigen...

Bier – das bayerische Nationalgetränk

Das erste Bier wurde bereits 1328 von Augustinermönchen in München gebraut. Die Münchner Bierordnung, das älteste Lebensmittelgesetz der Welt, wurde 1487 vom Herzog erlassen und war der Vorläufer des bekannten bayerischen Reinheitsgebotes von 1516. Bier darf nur unter...

Radi

Den weißen Radi gab es früher nur zur Sommerzeit, am liebsten unter den schattigen Kastanien im Biergarten, zur zünftigen bayerischen Brotzeit. Heute erhält man den Bierrettich ganzjährig in Münchner Biergärten und Traditionsgaststätten. Oft wird der Radi hauchdünn in...

Weißwurst

Heiß und dampfend kommt sie auf den Münchner Tisch – die Weißwurst. Der Genuss der bayerischen Spezialität aus Kalbfleisch, verfeinert mit viel frischer Petersilie, Zitronenschale und Gewürzen unterliegt ehernen Gesetzen. Die Weißwurst „sollte die Uhr nicht...

Steckerlfisch

Steckerlfisch ist an einem Stock gegrillter Fisch, eine Spezialität aus dem bayerischen Alpenvorland und Oberösterreich, die vor allem in Biergärten und auf Volksfesten serviert wird. Er hat nichts mit dem getrockneten Stockfisch zu tun. Traditionell wird...

Brezen

Die Brezel, in Bayern und Österreich auch als Brezn bekannt, ist eine vor allem in Süddeutschland verbreitete Gebäckform. Herausstechendes Merkmal der Brezn ist der in sich symmetrisch verschlungene Teigstrang. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Brezen das Zunftzeichen...

Obatzda

Beliebt bei der bayerischen Brotzeit ist neben dem Radi auch der Obatzda. Der angemachte Käse besteht aus weichem, meist ordentlich gereiftem, Camembert, gehackten Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Paprika und Kümmel und reichlich Butter. Auf einer dicken Scheibe herzhaften...

Was Leib und Seele zusammenhält

Wie die bayerische Küche im Allgemeinen, so ist auch die Münchner Küche sehr bodenständig und in ihren Ursprüngen sehr bäuerlich geprägt.
In den als „bayerisch“ bezeichneten Kochbüchern des 19. Jahrhunderts werden sowohl ländlich-deftige Gerichte nach Art der Hausmannskost publiziert als auch Gerichte nach dem Vorbild der französischen Küche, den die bayerischen Herzöge und vor allem die Wittelsbacher entwickelten die bayerische Küche weiter und verfeinerten sie, um sie hoffähig zu machen. Der Schwerpunkt lag auf Fleisch- und Bratengerichten, Knödelgerichten und Mehlspeisen.

Die Münchner Küche unterschied sich etwas von der Alltagskost der Landbevölkerung, vor allem durch den wesentlich höheren Anteil an Fleisch. In der Stadt konnte sich ein größerer Teil der Bevölkerung täglich ein Stück Rindfleisch leisten, an Feiertagen wurde Kalbsbraten bevorzugt. Im Jahr 1840/41 wurden in München, das damals rund 83.000 Einwohner hatte, insgesamt 76.979 Kälber geschlachtet, statistisch also etwa ein Kalb pro Person. Die Zahl der geschlachteten Rinder betrug etwa 20.000 Stück. Besonders beliebt waren Bratwürste aus Kalbfleisch. Im 19. Jahrhundert wurden Kartoffeln auch in bayerischen Küchen allmählich akzeptiert.

 

Biergärten in München nach Stadtteil