Der Karolinenplatz ist ein Platz in der Münchner Maxvorstadt. Benannt ist der Strahlenplatz nach der zweiten Frau von König Maximilian I., Prinzessin Karoline von Baden.
Seine Geschichte ist eng mit der Brienner Straße verknüpft. Bereits in einem städtebaulichen Wettbewerb von 1807, aus dem der Plan für ein hippodamisch organisiertes Viertel, die Maxvorstadt, hervorgeht, war ein Platz am alten Wittelsbacher Fürstenweg von der Münchner Residenz zum Schloss Nymphenburg, der heutigen Brienner Straße vorgesehen.
Karl von Fischer und Friedrich Ludwig Sckell versuchten den starren Rasterplan der Maxvorstadt durch Plätze aufzubrechen. Anders als die anderen beiden Plätze, Wittelsbacherplatz und Königsplatz, entstand der Karolinenplatz nicht durch Erweiterung der Straße. Dieser wurde – als erster Platz in München überhaupt – mit dem Motiv des Strahlenplatzes konzipiert. Dadurch hebt sich der Karolinenplatz aus der freien Rhythmisierung der Brienner Straße heraus und erhält einen eigenständigen Charakter. Von Fischer setzte dem Karolinenplatz als Strahlenplatz geschickt die Hauptbauten auf die diagonalen Platzachsen und rückte sie von den runden Straßenkanten ab. Gleichzeitig errichtete er an den Straßeneinmündungen kleine flankierende Nebenbauten. Durch die Bepflanzung und die durch den Obelisken stark betonte Mitte erhält der Karolinenplatz seinen räumlichen Zusammenhalt.
Der Karolinenplatz wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Heute ist der Platz weitgehend von Neubauten geprägt, die den klassizistischen Eindruck nicht wiederherstellen. Im Dritten Reich waren die Verwaltungsgebäude der NSDAP mit dem “Brauen Haus” als Zentrum zwischen Karolinenplatz und Königsplatz angesiedelt.
Der Karolinenplatz spielt als Zubringer zwischen dem Altstadtring (mit dem er durch die Max-Joseph-Straße und die Brienner Straße verbunden ist) und der Maxvorstadt, dem Stachus und Hauptbahnhof München durch die Barer Straße (teilweise verkehrsberuhigt) eine wichtige Rolle. An den öffentlichen Nahverkehr ist er durch die Trambahnlinie 27 angeschlossen.