Die Allerheiligen Hofkirche wurde nach Plänen von Leo von Klenze 1837 erbaut. Sie war der erste Kirchenneubau in München und Bayern nach der Säkularisation 1803. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, wurde sie „Allen Heiligen“ geweiht.
Der dreischiffige Kirchenbau im klassizistischen Stil sollte mit seinen weit stehenden Säulen an die Kirchen des Mittelmeerraums erinnern. Als direktes Vorbild für die Hofkirche diente der Markusdom in Venedig. Die Allerheiligen Hofkirche gehört zum Gebäudekomplex der Münchner Residenz. König Ludwig I konnte die Empore direkt von den Gemächern der Residenz betreten. Die Bürger Münchens betraten die Hofkirche durch die im romanisch-gotischen Stil gestaltete Ostfassade. Die Apsiden und Gewölbe der Hofkirche waren ursprünglich mit farbiger Malerei auf Goldgrund gestaltet, der Fußboden war mit farbigem Marmor ausgelegt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Münchner Allerheiligen Hofkirche stark zerstört. In den Jahren des Wiederaufbaus der Stadt wurde sogar über einen kompletten Abriss der Kirche nachgedacht. Erst 1970 wurde die Hofkirche von Hans Döllgast zunächst notdürftig instand gesetzt. 2003 wurde die Allerheiligen Hofkirche nach einer aufwändigen Restaurierung wiedereröffnet. Sie dient heute hals Veranstaltungsort für klassische Konzerte, Vorträge und Festakte.